Wochenrückblick KW14: Ölsaaten zwischen Biodieselphantasie und Iran-Risiko – Getreide bleibt volatil
- 2. Apr.
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Aktualisiert: 3. Apr.

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Wochenrückblick KW14: Ölsaaten zwischen Biodieselphantasie und Iran-Risiko – Getreide bleibt volatil
Ölsaatenmärkte
Die Ölsaatenmärkte zeigten sich in der laufenden Woche insgesamt sehr schwankungsanfällig. Zu Wochenbeginn standen Sojabohnen, Sojaschrot und Sojaöl noch unter Druck, nachdem die von der US-Umweltschutzbehörde veröffentlichten Vorgaben für erneuerbare Kraftstoffe zunächst negativ interpretiert wurden. Gleichzeitig sorgten robuste Palmölexporte aus Malaysia und die starke Entwicklung der Rohölmärkte für Unterstützung bei den Pflanzenölen. Ab Dienstag drehte die Stimmung vor allem bei Raps, Canola und Palmöl deutlich ins Positive. Ausschlaggebend war vor allem die Ankündigung Indonesiens, sein Biodieselprogramm perspektivisch auf B50 auszuweiten. Das schürte Erwartungen an einen spürbar höheren Palmölverbrauch und stützte in der Folge auch Sojaöl und den gesamten Ölsaatenkomplex.
Zur Wochenmitte rückten dann wieder die USDA-Daten in den Mittelpunkt. Die Sojaanbaufläche in den USA fiel niedriger aus als vom Markt erwartet, während die Vorräte zum 1. März höher als prognostiziert gemeldet wurden. Das sorgte für gemischte Signale. Raps an der Matif konnte zunächst kräftig zulegen, geriet zum Donnerstag aber wieder unter Druck. Belastend wirkten aufkommende Hoffnungen auf eine Entspannung im Iran-Konflikt, was zunächst zu fallenden Rohölpreisen und Gewinnmitnahmen bei Canola, Raps, Palmöl und Sojaöl führte. Insgesamt blieb der Markt stark von Energiepreisen, Biodieselpolitik und geopolitischen Schlagzeilen abhängig. Die Grundtendenz bei Pflanzenölen blieb freundlich, die tägliche Richtung wechselte jedoch mehrfach.
Getreidemärkte
Die Getreidemärkte starteten vergleichsweise ruhig in die Woche. Bei Weizen blieben die fundamentalen Impulse zunächst begrenzt, da die US-Exportzahlen weitgehend den Erwartungen entsprachen und auch die guten Zustandsbewertungen für französischen sowie britischen Winterweizen keine nennenswerten Überraschungen lieferten. Mais zeigte sich zunächst schwächer, weil die US-Exportentwicklung hinter dem üblichen Tempo zurückblieb und aus Europa kaum neue Impulse kamen. Im weiteren Wochenverlauf sorgten dann die USDA-Berichte zu Anbauflächen und Vorräten für neue Bewegung. Beim Weizen fielen die US-Anbauflächen geringer aus als erwartet, was die Notierungen zunächst spürbar stützte. Auch bei Mais sorgten die Zahlen für Diskussionen, da die gemeldete Anbaufläche zwar über den Erwartungen lag, der Markt die Aussagekraft der Umfrage wegen der ungewöhnlich niedrigen Rücklaufquote aber offen anzweifelte.
Zum Donnerstag drehte die Stimmung dann deutlich ins Negative. Auslöser waren Friedenshoffnungen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt, wodurch zuvor eingepreiste Risikoaufschläge vor allem bei Weizen wieder aus dem Markt genommen wurden. Gleichzeitig belasteten ein festerer Euro und schwächere Rohölpreise die europäischen Kurse. Dennoch bleiben die Märkte nervös. Bei Weizen stehen neben der geopolitischen Lage weiterhin die Wetterbedingungen in den US-Plains im Fokus. Bei Mais bleibt die Frage entscheidend, ob hohe Dünger- und Energiekosten die tatsächliche US-Anbaufläche in den kommenden Monaten noch reduzieren. Insgesamt zeigte sich in dieser Woche, dass die Getreidemärkte fundamental nicht eindeutig ausgerichtet sind, kurzfristig aber sehr sensibel auf politische und makroökonomische Veränderungen reagieren.
Weekly report CW 14/2026: Oilseeds between biodiesel optimism and Iran risk – grains remain volatile
Oilseed markets
Oilseed markets were highly volatile during the current week. At the start of the week, soybeans, soybean meal and soybean oil came under pressure after the renewable fuel targets published by the US Environmental Protection Agency were initially interpreted negatively by the market. At the same time, strong Malaysian palm oil exports and firm crude oil prices provided support for vegetable oils. From Tuesday onward, sentiment turned clearly more positive, especially for rapeseed, canola and palm oil. The main driver was Indonesia’s announcement that it aims to expand its biodiesel programme toward B50. This raised expectations of significantly higher domestic palm oil consumption and supported soybean oil and the wider oilseed complex.
By midweek, USDA data moved back into focus. US soybean acreage came in below market expectations, while soybean stocks as of 1 March were reported above forecasts. This created mixed signals. Matif rapeseed initially rallied strongly, but came under renewed pressure by Thursday. Hopes for a possible easing of the Iran conflict weighed on the market, as softer crude oil prices triggered profit-taking in canola, rapeseed, palm oil and soybean oil. Overall, the market remained heavily driven by energy prices, biodiesel policy and geopolitical headlines. The broader tone in vegetable oils stayed constructive, but day-to-day direction shifted repeatedly.
Grain markets
Grain markets started the week on a comparatively quiet note. In wheat, fundamental impulses remained limited at first, as US export data largely met expectations and favourable crop ratings for French and British winter wheat did not bring any major surprise. Corn was initially weaker because US export commitments lagged behind the usual pace and Europe offered little fresh support. Later in the week, USDA acreage and stocks reports generated new momentum. In wheat, US planted area came in below expectations, which initially supported prices quite clearly. In corn, the data also triggered debate, because projected acreage was above expectations, yet the market openly questioned the reliability of the survey due to the unusually low farmer response rate.
By Thursday, sentiment turned clearly negative. Hopes for progress toward peace in the Iran conflict led to a removal of part of the geopolitical risk premium, especially in wheat. At the same time, a firmer euro and weaker crude oil prices weighed on European grain prices. Even so, markets remain nervous. In wheat, weather risks in the US Plains continue to be watched closely alongside geopolitical developments. In corn, the key issue remains whether high fertiliser and energy costs will still force a downward revision in actual US acreage over the coming months. Overall, this week showed that grain markets still lack a clear fundamental direction, but remain highly sensitive in the short term to political and macroeconomic developments.