Wochenrückblick KW 15: Entspannung im Iran-Konflikt drückt Märkte – Energie bleibt Schlüssel
- 10. Apr.
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Wochenrückblick KW15: Entspannung im Iran-Konflikt drückt Märkte – Energie bleibt Schlüssel
Ölsaatenmärkte
Der Sojakomplex startete freundlich in die Woche, gestützt durch steigende Rohölpreise infolge der Eskalation im Iran-Konflikt sowie solide Exportinspektionen, insbesondere mit Nachfrage aus China. Im weiteren Verlauf kam es jedoch zu einem deutlichen Stimmungswechsel, nachdem sich die geopolitische Lage entspannte und eine Feuerpause in Aussicht gestellt wurde. In der Folge gaben die Energiepreise spürbar nach, was den gesamten Sojakomplex belastete, insbesondere Sojaöl, das zuvor von der Energiekomponente profitiert hatte und ein Mehrjahreshoch erreichte. Verstärkt wurde die Abwärtsbewegung durch Gewinnmitnahmen und die Erwartung steigender Lagerbestände im Vorfeld des WASDE-Berichts. Gegen Ende der Woche stabilisierten sich die Märkte wieder leicht, nachdem der Bericht keine größeren Überraschungen lieferte und die globalen Lagerbestände leicht nach unten korrigiert wurden.
Bullish
Unterstützend wirkten die weiterhin robuste Exportnachfrage nach US-Sojabohnen, eine witterungsbedingt verzögerte Ernte in Brasilien sowie höhere Verarbeitungsmengen in den USA, die insgesamt für eine stabile Nachfragebasis sorgten.
Bearish
Belastend waren vor allem der deutliche Rückgang der Rohölpreise im Zuge der geopolitischen Entspannung, Gewinnmitnahmen nach den vorherigen Kursanstiegen sowie die Erwartung teilweise steigender Lagerbestände, insbesondere im Sojaölbereich.
Expertenmeinung
Die Woche verdeutlicht erneut die enge Verknüpfung zwischen Ölsaatenmärkten und Energiesektor. Während die Fundamentaldaten aktuell weitgehend ausgeglichen erscheinen, bleibt die Preisentwicklung stark abhängig von geopolitischen Impulsen. Ohne neue Unterstützung von der Ölseite dürfte das Aufwärtspotenzial begrenzt bleiben, während politische Entwicklungen weiterhin kurzfristig für hohe Schwankungen sorgen.
Getreidemärkte
Die Getreidemärkte zeigten sich im Wochenverlauf deutlich schwächer. Zu Beginn belasteten verbesserte Niederschlagsprognosen in den US-Anbaugebieten die Preise, da sich die Ertragserwartungen stabilisierten. Zusätzlich wirkten schwache Exportinspektionen dämpfend. Im weiteren Verlauf verstärkte sich der Abwärtsdruck durch die Entspannung im Iran-Konflikt und den damit verbundenen Rückgang der Energiepreise, wodurch ein wichtiger unterstützender Faktor entfiel. Der WASDE-Bericht bestätigte schließlich eine insgesamt komfortable globale Versorgung mit höheren Ernteprognosen und steigenden Lagerbeständen, was die negative Marktstimmung weiter verstärkte. Gegen Ende der Woche kam es zu einer leichten Stabilisierung, ohne jedoch eine klare Trendwende einzuleiten.
Bullish
Unterstützung kam von schwachen US-Winterweizenbeständen, die weiterhin ein Risiko darstellen, sowie von sehr starken US-Maisexporten. Auch die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten sorgten für eine gewisse Stabilisierung.
Bearish
Belastend wirkten verbesserte Niederschläge in wichtigen Anbaugebieten, der deutliche Rückgang der Rohölpreise sowie die im WASDE-Bericht bestätigten höheren globalen Lagerbestände.
Expertenmeinung
Die Fundamentaldaten sprechen aktuell eher gegen eine nachhaltige Erholung der Märkte. Wetterentwicklungen bleiben kurzfristig ein entscheidender Einflussfaktor, insbesondere für den Weizenmarkt. Insgesamt dürfte das Abwärtspotenzial kurzfristig noch nicht vollständig ausgeschöpft sein, auch wenn jederzeit Gegenbewegungen durch geopolitische Impulse möglich bleiben.
Weekly review CW 15: Iran de-escalation pressures markets – energy remains the key driver
Oilseed markets
The soy complex started the week on a firm footing, supported by rising crude oil prices following the escalation in the Iran conflict as well as solid export inspections, particularly driven by Chinese demand. As the week progressed, sentiment shifted significantly when geopolitical tensions eased and a ceasefire came into focus. This led to a notable decline in energy prices, which weighed on the entire soy complex, especially soybean oil that had previously benefited from the energy rally and reached multi-year highs. The downward movement was further reinforced by profit taking and expectations of rising stock levels ahead of the WASDE report. Towards the end of the week, markets stabilised again as the report delivered no major surprises and global stocks were slightly revised lower.
Bullish
Support came from continued strong demand for US soybeans, a weather-delayed harvest in Brazil and higher crush volumes in the United States, providing a solid demand base.
Bearish
Pressure was mainly driven by the sharp decline in crude oil prices following geopolitical easing, profit taking after previous gains and expectations of partly higher stock levels, particularly in soybean oil.
Expert opinion
The week once again highlighted the strong linkage between oilseed markets and the energy sector. While fundamentals are currently balanced, price direction remains highly dependent on geopolitical developments. Without renewed support from energy markets, upside potential appears limited, while political developments are likely to keep volatility elevated.
Grain markets
Grain markets moved clearly lower over the course of the week. At the beginning, improved rainfall forecasts in US growing regions weighed on prices as yield expectations stabilised. Weak export inspections added further pressure. As the week progressed, the easing of tensions in the Iran conflict and the resulting drop in energy prices removed an important supportive factor. The WASDE report then confirmed a comfortable global supply situation, with higher production forecasts and increasing stock levels, reinforcing the negative sentiment. Towards the end of the week, markets showed slight stabilisation but without a clear reversal.
Bullish
Support came from weak US winter wheat conditions, which continue to pose a risk, as well as very strong US corn exports. Ongoing geopolitical uncertainties also helped to stabilise markets.
Bearish
Improved rainfall in key growing regions, falling crude oil prices and higher global stock levels confirmed by the WASDE report weighed on prices.
Expert opinion
Fundamentals currently argue against a sustained recovery. Weather developments remain a key short-term driver, especially for wheat. Overall, downside risks may not yet be fully exhausted, although markets remain vulnerable to short-term rebounds driven by geopolitical developments.